Wie möchten Sie sich registrieren?
Wie möchten Sie sich anmelden?
Die Biotechbranche gehört zu den innovativsten und am schnellsten wachsenden Industrien Europas. Themen wie personalisierte Medizin, nachhaltige Produktion, Diagnostik oder künstliche Intelligenz in der Forschung sorgen dafür, dass Unternehmen laufend neue Fachkräfte suchen. Gleichzeitig steigt der Bedarf an Mitarbeiter*innen, die unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven mitbringen. Genau deshalb haben heute auch Quereinsteigerinnen realistische Chancen auf einen erfolgreichen Einstieg.
Viele Menschen glauben noch immer, dass man zwingend Biotechnologie studiert haben muss, um in der Branche arbeiten zu können. In der Praxis suchen Unternehmen jedoch längst nicht nur klassische Laborwissenschaftler*innen. Besonders gefragt sind Fähigkeiten aus Bereichen wie Qualitätsmanagement, IT, Datenanalyse, Produktion oder Projektmanagement.
Die österreichische Life-Science-Industrie wächst seit Jahren kontinuierlich. Vor allem Wien zählt mittlerweile zu den wichtigsten Standorten der Branche in Europa. Laut LISAvienna sind in Wien über 300 Unternehmen und Forschungseinrichtungen im Bereich Life Sciences aktiv. Dadurch entstehen laufend neue Jobs – nicht nur in Forschung und Entwicklung, sondern auch in Administration, Qualitätsmanagement, Produktion oder Digitalisierung.
Gleichzeitig kämpfen viele Unternehmen mit Fachkräftemangel. Besonders Positionen in Quality Assurance (QA), Qualitätskontrolle (QC), Regulatory Affairs oder Data Science sind schwer zu besetzen. Dadurch öffnen sich auch Türen für Bewerber*innen mit verwandten Berufserfahrungen.
Viele Kompetenzen aus anderen Branchen lassen sich gut in die Biotechwelt übertragen. Besonders gefragt sind derzeit Menschen mit Erfahrung in:
Vor allem Personen aus regulierten Industrien bringen oft bereits wichtige Grundlagen mit. Wer zum Beispiel in der Lebensmittelindustrie, Medizintechnik oder im technischen Qualitätsmanagement gearbeitet hat, kennt häufig bereits strukturierte Prozesse und Dokumentationspflichten.
Auch digitale Kompetenzen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Laut dem europäischen Branchenverband EuropaBio verändern Automatisierung, künstliche Intelligenz und datenbasierte Forschung die Anforderungen in der Biotechindustrie stark. Unternehmen suchen daher immer häufiger Mitarbeiter*innen mit technischem und analytischem Verständnis.
Nur wenige Quereinsteiger*innen starten direkt in hochspezialisierte Forschungspositionen. Häufig gelingt der Einstieg über unterstützende oder verwandte Bereiche.
Besonders geeignet sind beispielsweise:
Viele Unternehmen bieten interne Schulungen und Weiterbildungsprogramme an. Dadurch können neue Mitarbeiter*innen fehlendes Fachwissen Schritt für Schritt aufbauen. Gerade in der Pharma- und Biotechproduktion sind standardisierte Prozesse besonders wichtig, weshalb strukturierte Einarbeitungen üblich sind.
Auch Zertifikate oder kurze Weiterbildungen können den Einstieg erleichtern. Besonders gefragt sind Kenntnisse in GMP („Good Manufacturing Practice“). GMP beschreibt internationale Qualitätsstandards für die Herstellung von Arzneimitteln und biologischen Produkten. Wer erste GMP-Kenntnisse mitbringt, verbessert seine Chancen auf viele Einstiegspositionen deutlich.
Neben fachlichem Wissen achten Unternehmen zunehmend auf persönliche Kompetenzen. Die Arbeit in der Biotechbranche ist oft interdisziplinär. Teams bestehen aus Menschen aus Forschung, Technik, Produktion, IT und Management. Deshalb sind Kommunikationsfähigkeit und Teamarbeit besonders wichtig.
Zu den gefragtesten Soft Skills zählen:
Gerade Quereinsteiger*innen können hier oft punkten, weil sie Erfahrungen aus anderen Arbeitswelten mitbringen und neue Perspektiven in Teams einbringen.
Wer in die Biotechbranche wechseln möchte, sollte aktiv sichtbar werden. Viele Jobs werden über Netzwerke, Empfehlungen oder LinkedIn gefunden. Deshalb lohnt es sich, ein professionelles Profil aufzubauen und gezielt Kontakte in der Branche zu knüpfen.
Hilfreich sind außerdem:
Wichtig ist auch, den eigenen Lebenslauf gezielt auf die Branche anzupassen. Statt nur frühere Jobtitel aufzulisten, sollten vor allem relevante Fähigkeiten und praktische Erfahrungen hervorgehoben werden.
Die Biotechbranche entwickelt sich dynamisch und benötigt zunehmend Fachkräfte mit unterschiedlichen Kompetenzen. Deshalb eröffnen sich auch für Quereinsteigerinnen attraktive Karrierechancen. Besonders in Bereichen wie Qualitätsmanagement, Produktion, Digitalisierung oder Projektmanagement suchen Unternehmen motivierte Mitarbeiterinnen mit Lernbereitschaft und technischem Verständnis.
Wer bereit ist, sich in neue Themen einzuarbeiten und seine bisherigen Erfahrungen gezielt einzusetzen, kann erfolgreich in der Biotechbranche Fuß fassen – auch ohne klassischen Biotech-Lebenslauf.
WEBLINKS:
LISAvienna – Life Sciences in Wien