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Österreich erlebt einen starken Aufschwung im Bereich Biotechnologie, insbesondere in Wien, wo sich ein Biotech-Hotspot mit über 70.000 Beschäftigten entwickelt hat. Die Branche wird als Schlüsselbranche betrachtet, um hochwertige Arbeitsplätze zu schaffen, und wird durch Investitionen in Forschung und Infrastruktur weiter gestärkt.
Österreich erlebt derzeit einen deutlichen Aufschwung im Bereich Biotechnologie, der weit über einzelne Forschungsprojekte hinausgeht und sich spürbar auf Wirtschaft und Arbeitsmarkt auswirkt. Der Life‑Science‑Sektor – also Biotechnologie, Pharma und Medizintechnik – beschäftigt inzwischen deutlich über 70.000 Menschen und wächst weiter, getragen von steigenden Investitionen, mehr Unternehmen und einer starken Forschungsbasis. Biotechnologie ist dabei nicht mehr nur ein „Zukunftsthema“, sondern bereits heute ein zentraler Innovationstreiber, der neue Geschäftsmodelle, Start‑ups und internationale Kooperationen hervorbringt.
Besonders sichtbar wird diese Dynamik in Wien, das sich in den letzten Jahren zu einem echten Biotech‑Hotspot entwickelt hat. Mehr als die Hälfte aller österreichischen Life‑Science‑Organisationen – Unternehmen, Forschungsinstitute und akademische Einrichtungen – sind hier angesiedelt. Laut aktuellem Life‑Science‑Report erwirtschaftet die Branche in Wien einen Jahresumsatz von rund 22,7 Milliarden Euro, wobei Biotech‑ und Pharmaunternehmen mit etwa 18,4 Milliarden Euro den größten Anteil stellen. Parallel dazu ist die Zahl der Beschäftigten stark gestiegen: Über 49.000 Menschen arbeiten im Wiener Life‑Science‑Sektor, fast die Hälfte davon direkt in Biotechnologie und Pharma.
Die Stadt verfolgt dabei eine klare Strategie: Life Sciences gelten als Schlüsselbranche, um hochwertige, zukunftssichere Arbeitsplätze zu schaffen und die Standortqualität zu erhöhen. Investitionen in Cluster wie den Campus Vienna BioCenter oder Neu Marx, in Laborinfrastruktur und in kooperative Forschungsprojekte sollen dafür sorgen, dass Unternehmen nicht nur hier gegründet werden, sondern auch langfristig bleiben und wachsen. Politisch wird Biotechnologie gezielt als Bereich positioniert, in dem wirtschaftlicher Erfolg und gesellschaftlicher Nutzen – etwa durch neue Therapien, bessere Diagnostik oder innovative Gesundheitslösungen – zusammenfallen.
Auch abseits von Wien zeigen aktuelle Daten, wie wichtig Biotechnologie für Österreich geworden ist. Der Life‑Science‑Report und Branchenanalysen belegen, dass die Zahl der spezialisierten Biotech‑Unternehmen in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen ist und diese Firmen überdurchschnittlich hohe Forschungsquoten aufweisen. Biotechnologie zählt damit zu den forschungsintensivsten Sektoren des Landes; viele Unternehmen investieren einen zweistelligen Prozentsatz ihres Umsatzes direkt in Forschung und Entwicklung. Im internationalen Vergleich kann Österreich vor allem durch diese F&E‑Stärke punkten, was wiederum hilft, Fachkräfte anzuziehen und internationale Kooperationen zu schließen.
Für den Arbeitsmarkt bedeutet das: Es entstehen kontinuierlich neue, oft hochqualifizierte Jobs – im Labor, in der Produktion, in der Datenanalyse oder in regulativen Funktionen. Gefragt sind vor allem Spezialist:innen mit naturwissenschaftlichem Hintergrund (Biologie, Chemie, Biotechnologie), aber auch Schnittstellenprofile, die Biotech‑Know‑how mit IT, KI oder Automatisierung verbinden. Trends wie personalisierte Medizin, biopharmazeutische Produktion oder KI‑gestützte Diagnostik sorgen dafür, dass sich die Branche ständig weiterentwickelt und neue Berufsbilder entstehen. Insgesamt zeigt sich: Biotechnologie in Österreich ist längst ein bedeutender Wirtschafts- und Beschäftigungsfaktor – und alles deutet darauf hin, dass ihre Rolle in den kommenden Jahren weiter wachsen wird.
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